Mit Päckchen durch den Dezember. Ein Adventskalender für Erwachsene

Dezember 2017
Advent für alle, die am Ende des Jahres etwas zur Ruhe kommen wollen.
Für jeden Tag gibt es einen kleinen Impuls, eine neue Aufgabe, die Euch durch den Tag begleiten soll.
Wir wünschen Euch eine fröhliche Adventszeit.
 
24.12.
Frieden und Zufriedenheit.
Genieße den Frieden der Weihnacht und den Frieden mit Dir selbst.
Du bist in Ordnung, so, wie Du bist. Und wenn etwas nicht optimal ist, wirst Du Wege finden, das zu verbessern.
Das muss aber nicht gleich heute sein.
Bedenke, wie langweilig das Leben wäre, wenn Du perfekt wärst und alles aalglatt laufen würde.
Für dieses Jahr hast Du genug erreicht. Du kannst die Dinge ruhen lassen, wie sie sind. Freu Dich auf den Jahresausklang.
Und nach Neujahr packst Du die Dinge an, an denen Du wachsen möchtest. 
23.12.
Jasager.
Wenn in Dir heute ein "Nein" aufsteigt, weil Du eine Idee oder einen Sachverhalt, der Dir begegnet, aus Überzeugung ablehnst, dann sei einmal so mutig, trotzdem "Ja" zu sagen. Lass Dich auf Deine Umwelt ein und nimm sie an.
Wenn Du angeschnorrt wirst, dann - ja - hast Du gerade 10 Cent übrig. Wenn jemand mit Dir einen Kinofilm sehen will, dann - ja - schaust Du Dir mal einen Film an, zu dessen Zielgruppe Du zwar nicht gehörst, der Dich aber auch nicht dümmer macht - und genießt das verbindende Miteinander mit der Person, auf die Du Dich ein Stück weit einlässt.
22.12.
Authentizität.
Darf man heutzutage authentisch sein? Man muss es sogar, sagt Päckchen, und die muss es wissen, geht sie doch mit exzellentem Beispiel voran.
Was bedeutet Authentizität für Dich? Woran kann man erkennen, ob jemand authentisch ist?
Mache Dir Notizen dazu.
21.12.
Rollentausch.
Wähle jemanden aus, in dessen Rolle Du heute für einen Moment schlüpfst, um dessen Perspektive und Lebensrealität besser kennen zu lernen.
Halte den Vortrag Deiner Kollegin.
Setz Dich in den Lieblingssessel Deines Partners und lies seine Zeitung. 
20.12.
15 Minuten Nichtstun.
Suche Dir einen ruhigen Fleck, an den Du Dich für 15 Minuten zurückziehen kannst. Schließe die Augen, atme tief und langsam. Höre Deinem Atem zu. Alle Gedanken, die gerade kommen, sind nicht wichtig, Du kannst sie ziehen lassen. (Dringliche Gedanken kommen später wieder.)
Lass alles los. Entspann Dich. Spürst Du Deine Zehen? Deine Fingerspitzen? Deinen Scheitel?
19.12.
Jeder Mensch ist eine Entdeckung.
Begegne einem bekannte oder bislang unbekannten Zeitgenossen offen und neugierig. Entdecke wertfrei, was für diesen Menschen typisch ist. Nimm seine Eigenheiten zur Kenntnis.
Frag z.B. Deine Schwiegermutter, wie sie Apfelrotkohl zubereitet. Oder frag einen Passanten, ob er schon mal auf dem Fernsehturm war und was er dort erlebt hat.
Andere Menschen sind kein Störfaktor, sondern eine Bereicherung für Dein Leben. Wenn Du die entsprechende Einstellung hast.
18.12.
Vision-Board.
Reiße aus alten Zeitschriften, Zeitungen und Werbeprospekten Bilder oder Wörter raus, die Dich besonders ansprechen, und stelle sie auf einem großen Blatt zu einer Collage zusammen.
Welche Stimmungen und Visionen werden sichtbar?
17.12.
Erleuchtung.
Viele Menschen streben nach Erleuchtung. Dabei gehört es zum Menschsein, im Dunkeln zu tappen.
Mehr Mut zum Scheitern! Und mehr Gelassenheit gegenüber dem Ungewissen!
16.12.
Beurteilung für NN.
In manchen Unternehmen werden zum Ende des Jahres Mitarbeiter-Gespräche geführt. Oft eine frustrierende, zwischengeschobene und folgenlose Formalie.
Dreh den Spieß einmal um. Schreib eine Beurteilung für Deine Chefin, für Deinen Arzt oder für eine Mitarbeiterin in irgendeinem Amt, mit der oder mit dem Du kürzlich zu tun hattest. Welche Aspekte und Kritikpunkte sollte sie/er erfahren? Sammle mindestens drei Kriterien, die besonders gut oder schlecht und einer Mitteilung wert sind. Und überleg dann, ob Du die Beurteilung tatsächlich abschicken willst.
15.12.
Geschenke.
Mache Dir heute selbst ein Geschenk. Beschenke Dich mit etwas, was Dir Spaß macht oder was Dir als Kind Spaß gemacht hat.
Mal ein Bild. Spring Trampolin. Schlecke ein Eis.
Je verrückter die Idee, desto besser.
14.12.
Leben bedeutet Veränderung.
Man kann nicht ewig am Alten festhalten, wenn man nicht für starr und tot gehalten werden will.
Was soll sich an Deinem Leben ändern?
Überlege Dir einen ersten Schritt. Ein Umweg zur Arbeit, Tee statt Kaffee, ein völlig ungewohnter Musikstil...
13.12.
Keine Reizüberflutung.
Um mit offenen und wachen Augen durch die Welt zu gehen, ist es manchmal nicht schlecht, genau das Gegenteil zu tun.
Nimm Dir am besten mitten am Tag, wenn die Hektik am größten ist, fünf Minuten Zeit, um von äußeren Einflüssen ungestört zu sein. Versuche Dich weitgehend abzuschirmen und verbinde vielleicht sogar Deine Augen mit einem Tuch oder einer Schlafmaske.
Diese fünf Minuten gehören nur Dir. Alles andere ist jetzt nicht wichtig.
12.12.
Geistiges Auge.
Hast Du einen Lieblingsort?
Stelle Dir Deinen Lieblingsort vor. Wie sieht es dort aus? Wie fühlt er sich an? Was kann man dort hören oder riechen?
An diesen Lieblingsort kannst Du in Deiner Fantasie reisen, sooft Du willst. Nimmt Päckchen einmal dorthin mit.
11.12.
Advents-Gedicht.
Advent ist die Zeit der Gedichte.
Wie? Du kannst nicht reimen? Ob gereimt oder ungereimt, notiere doch bitte ein paar wohlklingende Zeilen und schicke sie Päckchen: post@kleines-paeckchen.de
Anleitung für ein Heiku:
Ein Heiku besteht aus drei Zeilen, die 5/7/5 Silben umfassen. Sie beschreiben eine Momentaufnahme. Die erste Zeile führt unmittelbar und schlaglichtartig in die Stimmung des Bildes ein. Die knappe Sprache lässt viel Interpretationsspielraum zu.
Beispiele:
Dezember-Sonntag
Tropfen trommelnd am Fenster
Dritte Kerze brennt
oder
Müde Melanie
schreibt dem quirligen Päckchen
ein Beispiel-Gedicht
10.12.
Lebendig machen.
Du weißt, bei Päckchen hast Du die Wahl. Du entscheidest selbst, ob es sich bei ihr um einen Gegenstand oder eine Persönlichkeit handelt.
Mache es genau so mit einem Gegenstand, der gerade griffbereit ist.
Was würde Deine Kaffeetasse erzählen? Welche Geheimnisse weiß Dein Kopfkissen über Dich? Was hat Dein Kugelschreiber schon alles ausgefüllt und unterschrieben?
9.12.
Teilen.
Je öfter Du die Flamme einer Kerze teilst, desto heller wird es im Raum.
Wie kannst Du etwas von Dir (mit)teilen oder was kannst Du mit jemandem teilen, um mehr Licht in Dein Leben und in Deine Beziehungen zu bringen?
Wodurch wird Dein Leben heller? 
8.12.
Dem Schatten trotzen.
Wo Licht ist, gibt es auch Schatten und Dunkelheit. Schattenseiten darf es geben. Gegen manche kann man etwas tun, manche muss man hinnehmen. Wenn Du erstere nicht willst, kannst Du sie ablehnen. Das fängt mit einem entschiedenen Nein an.
Denke an etwas, was Dunkelheit in Dein Leben bringt. Dann setzt Dich gerade hin, atme ein, verschränke die Arme, recke die Nase hoch (Päckchens Schnipp-schnapp-Haltung) und sag laut: Ich will das so nicht. Oder: Ich mach da nicht mit.
Die Haltung ist der erste Schritt für Veränderungen.
7.12.
Deine Geschenke.
Welches war eines der schönsten Geschenke, die Du jemals bekommen hast?
Was schätzt Du besonders daran?
6.12.
Gutewicht.
Päckchen hat die Gutewichte erfunden. Sie sind zu erkennen an roten Zipfelmützen mit weißen Krempen. Viele wissen gar nicht, dass sie ein Gutewicht sind. Gutewichte sind das Gegenteil von Bösewichten. Sie setzen sich für das Gute ein.
Zähle heute, wie viele Gutewichte Dir begegnen, oder werde selbst zum Gutewicht. 
5.12.
Achtsam auf Rosinen.
Heute steht auf dem Plan: Genüssliches Verspeisen einer Rosine. Wenn Du keine Rosinen magst, kannst Du auch eine getrocknete Kirsche nehmen oder ein vergleichbares Trockenobst.
Versuche, Dir möglichst viel Zeit zu nehmen, um die Rosine sehr bewusst zu genießen. Wie sieht sie aus? Wie riecht sie? Wie fühlt sie sich zwischen den Fingern und später auf der Zunge an? Wie schmeckt sie?
Wer kann am längsten? Iss die Rosine in Zeitlupe. Nimmt Dir so viel Zeit wie möglich und teile Päckchen mit, wie sehr Du die Zeit dehnen konntest.
post@kleines-paeckchen.de
4.12.
Erhellende Idee.
Päckchen sagt, wenn man die Weisheit aller Menschen zusammen nehmen würde, wäre man dazu imstande, das Richtige zu tun. Da man nicht 7 Mrd Menschen gleichzeitig befragen und ihre Antworten auswerten kann, wird man nie zur ultimativen Weisheit gelangen. Aber je mehr Personen es sind, mit denen man sich austauscht, desto schlauer und weiser wird man. Wem hörst Du heute zu?
3.12.
Engelsgleiche Stimmen.
Wann hast Du zuletzt etwas gesungen? Was, Du kannst gar nicht singen? Ach was, sing doch einfach nur für Dich, ohne Zuhörer. Von Krakeelen bis Tremolieren ist alles erlaubt. Welche Melodie, welcher Liedtext fällt Dir zuerst ein?
2.12. 
Da geht mir ein Licht auf!
Wann hattest Du zuletzt einen Geistesblitz? Wer oder was hat zu dieser "Erleuchtung" geführt? Was hast Du aus diesem Geistesblitz gemacht?
1.12.
Kerzenschein.
Advent ist die Zeit der Lichter. Abendlicher Kerzenschein beruhigt und hilf den Stress und die Sorgen des Tages etwas auszublenden. Aber genau das hilft auch zu jeder anderen Jahreszeit.
Besorge Dir drei oder mehr Kerzen und widme sie bestimmten Tagen im kommenden Jahr (z.B. Geburtstag, Prüfungstag oder ein willkürlicher Wochentag, der erst durch die Kerze zu etwas Besonderem wird).